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REISEMAGAZIN: TüRKEI - VON SINOP NACH TRABZON

Dichte Nadel- und Laubwälder bedecken die Berge, üppige Vegetation bestimmt das Bild auf Anhöhen und in den Tälern. Und Im Frühling bedeckt ein riesiger Teppich aus leuchtenden Wildblumen die Hügel an der Küste. Noch immer ist die östliche Schwarzmeerküste ein Geheimtipp, doch das könnte sich ändern.
Seit mehr als viereinhalbtausend Jahre besiedelt, zählt die an der nördlichen Spitze des Landes liegende Stadt Sinop zu den geschichtsträchtigsten Plätzen der Region. Abwechselnd stand das Gebiet unter der Herrschaft der Perser, Römer, Byzantiner, Seldschuken und Osmanen. Im archäologischen Museum der Stadt finden sich wunderschöne Ikonen und eine beachtliche Sammlung römischer Dokumente. Sinop fasziniert aber nicht nur durch seine Historie, sondern auch der seinen natürlichen Hafen, der als einer der schönsten der ganzen Schwarzmeerküste gilt....
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Rund 450 Kilometer östlich von Sinop liegt von sattgrünen Almen umgeben Trabzon, die größte Stadt der Region und vor Jahrtausenden eines der bedeutendsten Handelszentren an der Schwarzmeerküste. Ein Juwel unter den alten Bauwerken Trabzons ist das heutige Hagia-Sophia-Museum, eine byzantische Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die lange Zeit als Moschee diente. Ihre einzigartigen Fresken gelten als herausragende Beispiele byzantinischer Gestaltungskunst. Vom Boztepe-Hügel und dem gleichnamigen Park bietet sich dem Auge ein beeindruckendes Panorama von Stadt und Küste.
Die von Trabzon landeinwärts führende Straße schlängelt sich durch tiefe Schluchten zum Zigana-Tunnel, dem längsten der Türkei. Zigana, knapp 45 Autominuten von der Küstenstadt entfernt, ist zudem ein bekanntes Wintersportzentrum. Das in der Nähe gelegene Hamsiköy, ein idyllisches Bergdorf, wird landesweit für seine ausgezeichnete Küche, besonders seinen unvergleichlichen Reispudding, gerühmt. Beim Picknick auf einer der weitläufigen Almen soll er übrigens noch einmal so gut schmecken.
Aus dem frühmorgendlichen Nebel im Altindere-Nationalpark schält sich das monumentale Sumela-Kloster. In 270 Meter Höhe ragt der in Stein geschlagene Klerikalbau wie ein Relief aus einer steilen Felswand. Einst war die Kirche inmitten der heute verfallenen Mönchszellen über und über mit Fresken geschmückt. Ein mystischer Ort, der bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat.
(ecada/Paul Balthasar)